header

Osteopathische Pferdetherapie

Osteopathie1. Was ist das?
2. Wann kann die osteopat. Behandlung für das Pferd nützlich sein?
3. Woraus besteht die osteopat. Behandlung?
4. Ablauf einer Erstbehandlung 
5. Cranio-Sacrale-Therapie 
6. Wo kann diese Therapie beim Pferd hilfreich sein?

Was ist das?

Die Osteopathie ist eine manuelle Therapieform, die mittels Handgrifftechniken die Behandlung und Funktionsstörungen in organischen und körperlichen Strukturen ermöglicht. 
Ziel der Behandlung ist es, die Beweglichkeit der Gelenke, Wirbel und des Gewebes zu beurteilen und ggf. zu behandeln. Dabei gibt der Therapeut dem Körper den Impuls seine Selbstheilungskräfte einzusetzen und dadurch sein Gleichgewicht wiederherzustellen bzw. die Selbstheilung zu anzuregen.

Ein erfolgreicher Osteopath sagte einmal zu seinen Schülern: “Finde die Bewegungseinschränkung, behebe sie und lasse der Natur ihren Lauf.“

Wann kann die osteopathische Behandlung für das Pferd nützlich sein?

  • Schlechte Biegung auf einer Hand Andauernde Steifheit
  • Taktfehler, fällt vonm Galopp immer wieder in den Trab oder Schritt
  • Verschlechterung der Leistung
  • Ungehorsam z.B. mag nicht die Beine geben oder Widersetzlichkeit unterm Reiter
  • Probleme beim Rückwärtstreten und /oder bei Seitengängen
  • Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen
  • schlechte Kopf , Hals und/oder Schweifhaltung in der Arbeit oder in der Ruhe
  • Probleme nach einem Sturz
  • als Begleittherapie in der Rekonvaleszenzphase
  • Schwierigkeiten nach dem Abfohlen
  • Behandlung von verklebtem Narbengewebe
  • Atrophierte Muskulatur

Woraus besteht die osteopat. Behandlung?

  • Das einzige Werkzeug ist die Hand
  • Der Osteopath überprüft die Bewegungsqualität
  • Der Osteopath interessiert sich für die Art und Weise, in der sich die Gelenke und Gewebe mobilisieren und bewegen.

Nach der Untersuchung der Beweglichkeit entscheidet sich der Osteopath für die anzuwendenden Behandlungstechnik/en, die dem zu behandelndem Gewebe gerecht wird/werden und die er methodisch anwendet:

  • stukturelle Techniken
  • weiche Gewebetechniken
  • Fazientechniken
  • Reflextechniken
  • Craniosacrale Techniken ( Erklärung s.u. )

Ablauf einer Erstbehandlung

  • komplette Erstanamnese der Vorgeschichte und Problemschilderung des Pferdes durch Reiter oder Besitzer
  • Inspektion (Sichtbefund)
  • Problemdarstellung unter dem Sattel durch den Reiter oder eine Bewegungsanalyse an der Longe
  • Sattelzeug und Zaumzeug werden auf Passform und Funktionalität überprüft.
  • Palpation (Abtasten der Muskulatur)
  • Testung und Befundung der einzelnen Gelenke der Vorder-und Hinterhand sowie der Wirbelsäule
  • Evtl. Trainingsplanerstellung

Nach der Behandlung sollte das Pferd nur leichte „Arbeit“ machen, um ihm die Möglichkeit zu geben, sein Gleichgewicht wiederzufinden.

Nicht alle Probleme können mit einer Behandlung behoben werden. Nach Bedarf müssen weitere Behandlungen erfolgen. Das kommt immer auf die Dauer, Schwere und die Verfassung des Pferdes an.

Eine enge Zusammenarbeit von Tierarzt, Pferdezahnarzt, Hufschmied, Sattler, Ausbilder und Reiter ist ebenfalls häufig notwendig.

Cranio-Sacrale-Therapie

  • komplette Erstanamnese der Vorgeschichte und Problemschilderung des Pferdes durch Reiter oder Besitzer
  • Inspektion (Sichtbefund)
  • Problemdarstellung unter dem Sattel durch den Reiter oder eine Bewegungsanalyse an der Longe
  • Sattelzeug und Zaumzeug werden auf Passform und Funktionalität überprüft.
  • Palpation (Abtasten der Muskulatur)
  • Testung und Befundung der einzelnen Gelenke der Vorder-und Hinterhand sowie der Wirbelsäule
  • Evtl. Trainingsplanerstellung

Die Cranio-Sacrale-Therapie ist eine sanfte Behandlungsmethode, die sich als Teilgebiet der Osteopathie entwickelt hat.

Sie hilft Blockaden und Traumen, die zu Verspannungen im Körper führen, ausfindig zu machen und zu korrigieren.

Ziel dieser Therapiemöglichkeit ist es, das CranioSacrale-System auszugleichen und den Canio-Sacralen-Rhythmus wieder herzustellen.

Wo kann diese Therapie beim Pferd hilfreich sein?

Gerade beim Pferd ist der Kopf durch Halfter, Trense, Kandarre, Kappzaum usw. starken mechanischen Belastungen ausgesetzt.

Besonders sind hier Genick und Maul bzw. Zungenbein großem Druck ausgesetzt. Dies kann z.B. zu Blockaden in der Halswirbelsäule kommen oder Fehlhaltungen des Zungenbeins.
Weiter kann es zu Blockaden bzw. Läsionen als sekundäre Folge im übrigen Bewegungsapparat kommen.

Selbst bei Stoffwechselproblemen oder Ödemen im Körper kann diese Therapie empfohlen werden, da die CS-Therapie den Stoffwechselhaushalt wieder stabilisiert.